Verfall und Vandalismus haben den Gebäuden so zugesetzt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie noch zu retten sind. Nur einzelne Gruppen von Jugendlichen zieht es ab und zu in die modrigen Gemäuer – vorzugsweise bei Nacht, wenn der Gruselfaktor am höchsten ist.
Von 1920 bis zu seinem Tod 1957 leitete und prägte Chefarzt E. Dorn die Lungenheilanstalt. Er ist in einem benachbarten Ort zur letzten Ruhe gebettet. Bis 1927 betrieb Dorn den Ausbau einschließlich eines neuen Kinderbaus auf nahezu 200 Betten und schrieb dabei ein Stück Medizingeschichte.
Später wurde im Sanatoriumsbau bis 1997 Tagespflege, betreutes Wohnen und Kurzzeitpflege für ältere Menschen angeboten. Aber diese Einrichtung kommt nie so richtig in Schwung. Die Absicht der betreibenden Firma, aus dem ehemaligen Sanatorium eine Ayurveda-Klinik mit 400 Betten zu machen, ließ sich gar nicht realisieren.
Nach einem Zwischenverkauf 2001 wurden die Immobilien 2007 schließlich an den verschollenen Eigentümer zwangsversteigert.
